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Warum ich Yoga mache

Ein persönlicher Bericht von Lisa-Marie Beneke
(Mathematik-Studentin im Master an der TUB) zum Thema Yoga

Als ich mit Yoga angefangen habe, war ich ca. 14 Jahre alt. Ich sah irgendwo ein Bild von einem Kopfstand und dachte, das will ich auch können! Zu der Zeit ging ich ca. 3 Mal die Woche mit einer Freundin laufen und fuhr viel Fahrrad. Ich durchsuchte ein wenig das Internet und dachte Yoga wäre super um alle möglichen, schön anzusehenden Figuren zu können und nach 2 Wochen bin ich Profi. Zum Geburtstag bekam ich eine pinke Yogamatte und zwei dazu passende Yogablöcke. Meine Cousine machte sich etwas lustig über mich und die Freundin, mit der ich laufen ging, meinte, dass es nichts für sie wäre. Also startete ich allein. 
 

Ich begann mit einem Video, was erstmal viel zu schwer für mich war und dachte nur, dass ich echt schlecht sei. Bis dahin wusste ich aber auch nicht, was Yoga richtig ist und dass dies keine Sportart, sondern eine Philosophie ist und mein persönlicher Lebensstil werden würde.

Ich machte eine lange Zeit weiter meine Videos (aber für Anfänger), kam auf Mady Morrison bei YouTube und machte 30 Tage Yoga-Challenges mit.

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Jahre vergingen und ich hatte größere Pausen in meiner Yoga-Workout-Reise, fokussierte mich zwischendurch mehr auf Fitness und Laufen gehen, aber irgendwie fanden immer wieder Yoga Videos in meinem Alltag zurück. Außerdem entdeckte ich eine Morgenroutine, in der ich um 5 Uhr aufstand, erstmal meditierte und Yoga machte oder laufen ging. Dies war zu der Zeit sowieso sehr modern. Ich schloss mich also an und schwamm mit dem Strom mit, entdeckte das frühe Aufstehen und ich halte es bis heute bei. Ich habe meine Routine gefunden und merke: „Ich bin einfach produktiver“. 

 

Irgendwann wollte ich mit meinem damaligen Freund ein Yoga Retreat machen. Bis dahin dachte ich immer noch, dass es ein Sport ist und dass Meditation auch was mit Yoga zu tun hat, war mir auch nicht bewusst.


Ich suchte nach einem Retreat, fand auch einen Ort, der interessant klang und siehe da: Yogalehrerausbildung. Super, 30 Tage mit Essen, Unterkunft, Yogastunden, Lehrstunden, Meditation und noch anderen spannend klingenden Dingen. Ich sparte Geld zusammen und meldete mich einfach an. Meinen Freund ließ ich zurück für die Zeit und begab mich ganz allein auf die Reise. Was ich nicht wusste? Dass das alles viel mehr war, als ich dachte. Erkundigt habe ich mich auch nicht und merkte erst bei der Ankunft, dass ich in einem Ashram gelandet bin: Götterfiguren überall, schweigende Menschen, kein Zucker, kein Alkohol, kein Kaffee und keine tierischen Produkte. Letzteres war kein Problem, ich aß eh vegan und Alkohol mochte ich auch noch nie.

 

 

 

Bild 2

Der Tag begann mit einer Meditation um 6 Uhr und Atemübungen. Am Anfang wollte ich nur wieder nach Hause, „voll der Quatsch“ dachte ich! Handyempfang gab es auch nicht. Nach einer Woche merkte ich jedoch, dass es mir irgendwie gut tut. Meditieren, Atemübungen, Mantras singen, viele Gespräche, viel Asanapraxis und Vorträge vom Lehrer über diese Philosophie anhören. Ich fing an das Ganze spannender zu finden und merkte es ist kein Sport, es ist ein Lebensstil, ein Glaube, eine Philosophie und noch viel mehr. Klar wurde ich noch fitter in der Zeit, mit dem sehr gesunden Essen und den vielen Körperübungen kam man da auch nicht drum rum. Ich habe in der Zeit viel über mich selbst gelernt, gelernt zu schweigen, meinen Körper wahrzunehmen (eines Tages stand ich vor dem Bett und meinte zu meiner Zimmernachbarn: „Krass, ich spüre meine Füße so richtig!“) und auch meine Gedanken veränderten sich. Ich hätte vorher niemals gedacht, dass ich 3 Tage am Stück einfach schweigen kann und das auch noch zu mögen! Ich absolvierte alle Prüfungen am Ende mit Erfolg und bekam oft zu hören ich unterrichte mit einer Natürlichkeit, als hätte ich nie etwas anderes getan.

 

 

 

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Nach dieser schönen, aber teilweise auch sehr anstrengenden Zeit, war ich anders. Ich kann nicht sagen, was es war, aber das bemerkten viele nahestehenden Personen und ich selbst. Ich wurde offener, dankbarer und insgesamt fühlte ich mich leichter. Ich behielt das Gelernte bei. Mache meine Meditation, die Körperübungen und bilde mich über die Philosophie fort. Nach der Ausbildung fragte mich der Chef in meinem Fitnessstudio, ob ich dort nicht unterrichten möchte. Ich baute mir schnell eine feste Gruppe auf und habe einen Yoga Stil gefunden, der zu dem Studio passt. Nach den Stunden habe ich immer noch ein offenes Ohr für die Probleme und Fragen der Mitglieder. Im Unterricht probiere ich den Mitgliedern so viel wie nur möglich aus der Philosophie mitzugeben, auch wenn es in so einem Studio natürlich auch oft „nur“ als Sportkurs gesehen wird, doch durch manche Gespräche merke ich, wie Manche dankbarer werden, das Mindset sich in kleinen Dingen verändert oder sie Yoga in ihren Alltag einbauen. Am Ende ist Yoga keine Sportart, sondern ein Lebensstil, es hält mich ganzheitlich fit. Ich glaube, für jeden ist Yoga etwas unterschiedlich und am Ende ist es für niemanden das Gleiche. Für mich ist es wichtig, dass Yoga kein Vergleich ist und sich auch in meinen Stunden keiner vergleicht. Hier gibt es kein Gut oder Schlecht. Jeder ist hier individuell, hat andere Voraussetzungen und ein anderes Leben. So macht es hier keinen Sinn zu vergleichen, wer der bessere Yogi ist, sondern jeder findet seinen eigenen Weg. 

Am Ende ist Yoga keine Sportart, sondern ein Lebensstil, es hält mich ganzheitlich fit. Ich glaube, für jeden ist Yoga etwas unterschiedlich und am Ende ist es für niemanden das Gleiche. Für mich ist es wichtig, dass Yoga kein Vergleich ist und sich auch in meinen Stunden keiner vergleicht. Hier gibt es kein Gut oder Schlecht. Jeder ist hier individuell, hat andere Voraussetzungen und ein anderes Leben. So macht es hier keinen Sinn zu vergleichen, wer der bessere Yogi ist, sondern jeder findet seinen eigenen Weg. 

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